Seit tausenden von Jahren haben Tiere den Menschen in seiner Entwicklung begleitet. Sie gaben ihm Nahrung, Kleidung, Schutz und unterstützen ihn bei vielen Arbeiten. Tiere wurden deshalb allgemein geachtet und beschützt.

Doch wohin haben wir uns entwickelt. Geschundene Tiere in der industriellen Massentierhaltung, überflüssige Tierversuche und ein offentsichtlich nicht mehr zu stoppendes weltweites Artensterben sind nur einige Beispiele unseres derzeitigen Umganges mit den Tieren. Wir müssen unser Verhältnis zu den uns anvertrauten Tieren dringend überdenken und ändern.

Aber auch im Heimtierbereich gibt es immer wieder Situationen, die diese Entwicklung bestätigen. Viele Menschen fühlen sich Tieren sehr verbunden. Hunde, Katzen und andere Heimtiere sind längst feste Familienmitglieder geworden. Sie werden gehegt und gepflegt oftmals wie eigene Kinder. Es ist für viele Tierschützer dabei selbstverständlich, die natürlichen Bedürfnisse ihrer Lieblinge zu berücksichtigen.

Oftmals wird diese Tierliebe jedoch falsch verstanden. Tiere haben teilweise völlig andere Bedürfnisse als wir Menschen. Die Verhätschelung und Vermenschlichung von Tieren hat mit Tierliebe nichts zu tun. Jedes Tier hat einen Anspruch darauf, seinen Eigenarten und Bedürfnissen entsprechend behandelt zu werden. Aus mangelnder Kenntnis der Lebensgewohnheiten des Tieres fügen Tierhalter ihren Lieblingen oft ungewollt Schmerzen und Leiden zu.

Im Jahr 1991 wurde aus der Notwendigkeit heraus in Aschersleben der Deutsche Tierschutzbund Landesverband Sachsen - Anhalt e. V. gegründet. Es war dringend erforderlich geworden, den Tierschutzvereinen und Tierfreunden im Land eine Dachorganisation zu geben, die ihre Interessen und damit die Interessen der Tiere vertritt.

Mittlerweile vertritt der Landesverband die Interessen von 30 Tierschutzvereinen und 28 Tierheimen, Tieraufnahmestationen und Gnadenhöfe in Sachsen - Anhalt.

Dabei sind über 5.000 Tierfreunde vor Ort in ihren Vereinen organisiert und leisten eine für die Gesellschaft unverzichtbare ehrenamtliche Arbeit und unterstützen die Vorstände und Angestellten in den Tierschutzeinrichtungen.

Wir wollen Ihnen auf den nächsten Seiten unsere Arbeit etwas näher bringen.

Bitte unterstützen Sie örtlichen Tierschutz durch eine Mitgliedschaft, eine Spende, eine Patenschaft oder eine Tierübernahme aus dem Tierheim.